Christine Horn ist Osteopathin und Pyhsiotherapeutin beim FC Dorf Tirol
Masterstudie Christine Horn
„Einfluss einer osteopathischen Behandlung des kranio-zervikalen Übergangs auf
Tonus und Kraft des M. sternocleidomastoideus gemessen mit EMG Nasselektroden an Fußballspielern“.
Im Fussball ist das motorische Anforderungsprofil an einen Spieler sehr komplex und umfasst alle Bereiche der motorischen Hauptbeanspruchungsformen wie Ausdauer, Schnelligkeit, Kraft, Beweglichkeit und Koordination.
Durch die hohen Belastungen können unterschiedlichste Verletzungen und Beschwerden auftreten:
- Bandverletzungen im Knie, Kreuzbänder, Seitenbänder
- Meniskopathien, Meniskusverletzungen
- Plica-Syndrom, Entzündunge einer Schleimhautfalte im Kniegelenk
- Leistenbeschwerden,
- Adduktorenverletzungen, Adduktorenzerrung
- Shin-splint-Syndrom, stechende Schmerzen in den Schienbeinen
- Tibialis-anterior-Syndrom,
- Achillodynie, Achillessehnenbeschwerden, Achillessehnenentzündungen
- Beckenassymmetrie, Beckenschiefstand
- Upshift-/Downshift-Dysfunktion, Beckenhochstand, Beckentiefstand
- Lumbago/Lumbalgie/Lumboischialgie. Rückenschmerzen, Ausstrahlungen in die Beine, unterer Rücken, Kreuzbein, Bandscheibe
Im Spitzensport bekommt die osteopathische Untersuchung und Behandlung daher einen immer größeren Stellenwert. Der Osteopath hilft die Vitalkapazität zu verbessern und bearbeitet Immobilitäten sämtlicher Gewebe des Organismus.
Der menschliche Körper stellt ein großes System von Strukturen und Funktionen dar, deren Teilbereiche sich in stetiger Wechselbeziehung befinden. Wir sehen nicht nur das schmerzende Fußgelenk oder das dicke Knie, sondern behandeln den Körper als ein Ganzes, der durch die Verletzung aus seiner komplexen Balance geraten ist. Verletzungen können über so genannte Spannungsketten weitere Beschwerden anstoßen. Der Ort eines Schmerzes und der Ort seiner tatsächlichen Ursache können im Körper weit auseinander liegen. Auch körperliche Haltungsfehler können solche Spannungsketten auslösen.
Die Spannungen im Körper sagen uns, wo sich eine Blockade, ein Riss oder eine Muskelverhärtung anbahnen. Solange es sich noch um Funktionsstörungen, also die Vorstufe von Schäden, handelt, lassen die sich viel leichter behandeln, als die späteren Schäden.
Typische Überlastungssyndrome im Fußball sind z.B.:
- Ziehen in der Wade, Stechen vorne am Schienbein
- Druckschmerz im Knie, teils mit Schwellung
- Leistenschmerzen, teils ziehen, medial am Oberschenkel
- Schmerzen im unteren Lendenbereich